Wettbewerb Erweiterung Schulhaus Loreto Zug – 5. Preis

Situation Schulhaus Loreto
Situationsplan

Die Schulanlage Loreto von 1969 bildet ein imposante, in sich stimmige und abgeschlossene Gesamtanlage. Eine Erweiterung dieser Anlage im bauzeitlichen Sinne bietet sich daher nicht an. Vielmehr wird die Erweiterung der Schule als ein eigenständiges Ensemble von Neubauten konzipiert, das in der Lage ist den Bestand funktional zu ergänzen und die Ergänzungsbauten über qualitätvolle Aussenräume an den Bestand anzubinden. Neben der städtebaulichen Einpassung steht der räumlicher Mehrwert für die Gesamtanlage im Vordergrund. Durch diese Lesart können die Neubauten unbefangen einem eigenständigen, zeitgenössischen und den Anforderungen des heutigen Betriebs, der Ökologie und der Flexibilität verpflichteten strukturellen Konzept folgen.

Für die Neubauten wird eine leichte Pavillonarchitektur gewählt, die im Innern hell ist und offen wirkt, und zum Aussenraum klare, räumlich attraktive Übergänge schafft. Zur bestehenden Schulanlage von 1969 wird keine direkte Analogie gesucht.
Die innere Struktur der als Skelettbau konzipierten Gebäude kommt auch an der Fassade zum Ausdruck. Horizontale umlaufende Brüstungsbänder überlagern sich mit Fassadenstützen und Knotenplatten, Lisenen, Sonnenstoren und strukturierte Paneele verstärken das Fassadenrelief, das auf einer klaren masslichen Ordnung basiert. Die Attika bildet den oberen Abschluss der Fassaden und verweist dabei eher beiläufig auf die Verwandtschaft zur horizontalen Schichtung der bestehenden Schulanlage.

Härtel Lovis Steinbach Architekten SIA +
Bienert Kintat Architekten – 2020